37 – Casas de Tenicosquey – Playa de Jacomar – Barranco de Jacomar

Fuerteventura

Mit einer Streckenlänge von 19,3 km ist diese Tour definitiv für den aktiven Genießer konzipiert. Aber es gibt auch viel zu entdecken. Im Barranco Valle de la Cueva kann man in die Höhle einer Lavablase gehen. Auf dem Wegstück durch die Malpais Grande sehen wir die beeindruckenden Farbgegensätze der bizarren schwarzen Lavafelsen, in denen weiße Sandflächen eingebettet sind. Sie bilden einen tollen Kontrast zum dunkelblauen Atlantischen Ozean. Außerdem gibt es eine astreine Badegelegenheit am Playa Jacomar. Mit etwas Glück kann man den auf Fuerteventura beheimateten Schmutzgeier – Guirre wird er auf Fuerteventura genannt – erspähen.
Zeit 05:30 Std.
Strecke 19,27 km
Aufstieg 163 m
Abstieg 158 m
Kondition 5
Technik 3
Erlebnis 4
Landschaft 4
Schwierigkeit Schwarz
Parkmöglichkeiten Parkmöglichkeiten vorhanden

Charakter

Eine lange und anstrengende Unternehmung. Technisch sehr einfach. In der Malpais Grande ist die Orientierung im Gelände nicht einfach. Art des Weges: 90 % Schotterpiste 10 % Schotterpfad. Weitere Ausrüstungsempfehlungen: Proviant und genügend zu trinken für eine Tagestour. Einkehrmöglichkeit: keine. Beste Wanderzeit: ganzjährig. Sehenswert: die Biofarm Vere Aurora.

Start

Busanbindung: Linie 10. Pkw-Anfahrt: Von Puerto del Rosario fährt man 33 km auf der FV-2 und biegt links zur ausgeschilderten Biofarm und dem kleinen Dorf Tenicosquey ab. Gleich rechts am Straßenrand lässt sich gut parken. Geokoordinaten Parkplatz: 28.308380 -13.958793.

Wegpunkt 1

Vom (01) Start und Ziel an der FV-2 (89 m) führt unser Weg vorbei an der Biofarm, um nach 230 m – links am Wegesrand steht eine Norfolktanne – rechts in die Schotterpiste einzubiegen. Nach 300 m endet der Weg. Wir halten uns rechts und erreichen eine Anhöhe und Weggabelung. Die rechte Piste ist unser Rückweg, wir gehen links weiter. Vorbei geht es nun an einem Gambuesa, bevor der Weg anfängt, sich Richtung Atlantischer Ozean zu neigen.

Wegpunkt 2

Auf halber Strecke unseres Weges durch das Barranco Valle de la Cueva in Richtung Meer sollten wir auf jeden Fall die links vom Weg stehende Vulkanblase näher untersuchen. Es folgt eine Ziegenhaltung und wir erreichen den (02) Playa de la Cueva (11 m) – eine steinige mit Bucht mit nur wenigen sandigen Stellen. Beeindruckend ist der Blick in nördliche Richtung entlang der unberührten Steilküste.

Wegpunkt 3

Es folgt der spannendste Abschnitt der Wanderung, der teilweise schwer zu findende Pfad durch ein Labyrinth aus Vulkangestein – die (03) Malpais Grande (15 m). In der Übersetzung ins Deutsche bedeutet Malpais Grande "schlechtes Land". Aufgrund der Vulkanausbrüche ist das Land derart zerklüftet, dass es nicht mehr zur Landwirtschaft oder Tierhaltung genutzt werden kann.

Wegpunkt 4

Da der Weg sehr selten begangen wird, ist keine ausgeprägte Spur vorhanden. Nach heftigen Regenfällen ist der Weg noch schwerer auszumachen. Wir sehen in der Entfernung Fischerhütten, an denen wir vorbeigehen, um dann auf einem Pfad zum benachbarten (04) Playa Jacomar (6 m) gelangen. Der 250 m breite Sandstrand lädt zum Verweilen und Baden ein.

Wegpunkt 5

Ganz am südlichen Ende der Bucht beginnt der Rückweg durch das (05) Barranco Jacomar (151 m). Es folgt ein langer monotoner Weg. Hier hat man Zeit, um Ausschau zu halten: Vielleicht lässt sich ein sehr seltener Schmutzgeier erspähen. Das Gefieder des Schmutzgeiers ist weiß mit schwarzen Schwungfedern, die Spannweite beträgt ca. 1,65 m. Diese Tiere leben bevorzugt in abgelegenen Seitentälern von Fuerteventura. Auf jeden Fall sehen wir bald in der Ferne die Silhouette eine Ruine, an der wir rechts gehen und die Weggabelung vom Hinweg erreichen.