23 – Embonas – Attaviros, 1215 m

Rhodos

Die Besteigung des höchsten Bergs der Insel, dem 1216 m hohen Attaviros, gehört mit zu den schwersten Wanderungen auf Rhodos. Dabei gibt es verschiedene Varianten, ihn zu besteigen. Die schwerste und steilste Besteigung erfolgt von Embonas. Führt der Weg anfänglich durch ein kleines Weinanbaugebiet, so wird der Aufstieg schnell sehr steil auf gerölligem Untergrund. Auf dem Dach von Rhodos haben wir einen traumhaften Blick über die Ägäis und bei sehr guter Sicht auch auf die nur 38 km entfernte türkische Ägäisküste mit den bis Ende April schneebedeckten Bergen Ak Daglar (2824 m) und Uyluk Tepe (2988 m). Bei besonders klarem Wetter ist Richtung Südwesten die ca. 300 km entfernte Insel Kreta mit ihrem Berg Ida zu erkennen. Ein ganz besonderes Abenteuer wartet!
Zeit 03:48 Std.
Strecke 7,61 km
Aufstieg 784 m
Abstieg 784 m
Kondition 5
Technik 4
Erlebnis 4
Landschaft 5
Schwierigkeit Schwarz
Parkmöglichkeiten Parkmöglichkeiten vorhanden

Charakter

Schwere Bergwanderung, die einen guten Orientierungssinn erfordert. Art des Weges: 20 % Asphaltstraße, 70 % Pfad und 10 % Geröllfeld. Ausrüstungsempfehlung: Wanderstöcke und Sonnenschutz. Einkehr: das Hotel Attaviros. Beste Jahreszeit für diese Tour: April bis Oktober. Tipp: Oft wehen auf dem Gipfel extrem starke Nordwestwinde.

Start

Buslinie RODA: Leider fährt nur ein Bus um 4:45 Uhr und um 15:45 Uhr, sodass eine An- und Abfahrt am gleichen Tag nicht möglich ist. Entfernung: 51 km von Rhodos Stadt. Mit dem Pkw: Auf der nordwestlichen Küstenstraße bis nach Kalavarda und von dort über Salakos bis nach Empona. Am Ortsausgang, Richtung Siana, kann man beim Hotel Attiviros parken. Geokoordinaten: 36.224433 27.8555.

Wegpunkt 1

Vom (01) Hotel Attaviros (438 m) gehen wir auf der ortsauswärts führenden Hauptstraße Richtung Siana. 100 m hinter der Kurve gehen wir links über die freie Fläche und beginnen den Aufstieg auf der weiterführenden Schotterpiste. Mitten durch die Weinreben queren wir den kompletten Hang bis an den Waldrand. Dort gabelt sich der Weg und wir gehen halb links bergauf. Nach zwei Kehren geht die Piste in einen Pfad über und wir gehen in einem Halbbogen durch die Weinreben, um dann wieder am Waldrand entlangzugehen. Nur kurz später übersteigen wir einen Ziegenzaun. Es geht nun gerade und steil bergauf und wir gehen direkt auf ein breites Schotterfeld zu.

Wegpunkt 2

Dazu gehen wir parallel zu einem trockenen Flussbett, welches im oberen Bereich zu einer Erosionsrinne wird. Vorbei kommen wir an einzelnen kleinen Bäumen, bis wir endgültig direkt durch das Schotterfeld gehen. Wir erreichen eine (02) Schotterfeld-Gabelung (890 m) und folgen dem halb rechts ansteigenden Schotterfeld, welches ca. 5-7 m breit ist. Hier gehen wir nun pfadlos rechts neben dem Schotterfeld, vereinzelt aufgestellte Steinmännchen helfen bei der Orientierung.

Wegpunkt 3

Das Gelände wird zunehmend steiler und Felsen blockieren das Weiterkommen. Wir gehen nun auf dem halb rechts liegenden felsigen Bergrücken, bis es auch hier kein Weiterkommen mehr gibt. Unterhalb von 5-7 m hohen Felsen queren wir weiter rechts den Hang, halb rechts sehen wir die Windräder, bis wir schlussendlich einen sehr breiten Bergrücken erreicht haben und in Richtung eines vereinzelten Baumes aufsteigen. Bald taucht die Radarkugel auf dem (03) Attaviros (1215 m) auf.

Wegpunkt 4

Südlich vom Hauptgipfel befindet sich das minoische (04) Heiligtum von Althaimenes (1200m). In der griechischen Mythologie soll Althaimenes auf dem Gipfel ein Heiligtum für Zeus errichtet haben, um dem Schicksal, seinen Vater töten zu müssen, entgehen zu können. Reste dieses Heiligtums sind bis heute erhalten. Der Abstieg erfolgt über den nach Nordosten ausgerichteten Bergrücken; lange nicht so steil wie der Aufstieg und auch gut gekennzeichnet mit Steinmännchen. Versucht man sich immer mittig auf dem Bergrücken zu halten, so ist die Orientierung einfach.

Wegpunkt 5

Inzwischen haben wir einige Felsstufen hinter uns gelassen und sind an rechts stehenden Bäumen vorbeigekommen. Bei einer Einsattelung treffen wir auf rotes Gestein und eine Ruine. An dem folgenden felsigen Bergrücken gehen wir links vorbei. Es folgt ein weiterer Abstieg – inzwischen erschweren Büsche das Weiterkommen – und wir erreichen eine wichtige (05) Schlüsselstelle (584 m). Hier befindet sich ein großes Steinmännchen und wir gehen nun links auf einem gut auszumachenden Ziegenpfad. Halb rechts unterhalb von uns befindet sich ein einzeln stehendes Haus. Bei einem sehr lichten Waldstück überqueren wir einen Ziegenzaun und im weiteren Verlauf den Olivenhainen. An der Schotterpiste gehen wir links, lassen den ersten Abzweiger links liegen, queren die Kreuzung, bis der Weg endet, gehen dort links, lassen den Abzweiger rechts liegen und gehen nun direkt auf ein Haus zu. An diesem laufen wir rechts vorbei und dann sofort links auf der Asphaltstraße weiter. Der Weg schlängelt sich durch den oberen Ortsteil von Embona und wir erreichen das Hotel Attaviros.